BRIEFMARKEN- und MÜNZENSAMMLERVEREIN GMUNDEN seit 1937
BRIEFMARKEN- und MÜNZENSAMMLERVEREIN  GMUNDEN seit 1937

SONDERPOSTÄMTER IM KAMMERHOFMUSEUM GMUNDEN

Anlass: Traditionelle Krippenfiguren aus dem Salzkammergut

alle Entwürfe: G.Blank,

Motivbeschreibungen: Ilona Renz, Diplomarbeit "Ebenseer Krippen - Tradition und Figurenschatz" 2008

SONDERPOSTAMT 5.Jän.2021

Personalisierte Briefmarke zur Serie "Traditionelle Krippenfiguren aus dem Salzkammergut" 6. Ausgabe:

"Wiagaltrager"             EUR   3,00

Sonderkuvert + PM + Ssp: EUR 4,50,            

Der "Wiagaltraga" (Wiegenträger, auch "Irgal mim Wiagal" genannt, Irgal=Jörg/Georg) ist sehr häufig Krippen zu finden, er zählt zu den beliebtesten Krippenfiguren und ist entsprechend verbreitet.

Üblicherweise schultert der "Wiagaltraga" einen Stock. An diesem wird an einem kurzen Strick die Wiege befestigt; diese hängt dabei über den Rücken des Hirten herab. In der zweiten Hand trägt er oft seinen Hirtenstab. Es gibt aber auch Figuren, bei denen die Wiege ohne Tragehilfe einfach geschultert ausgeführt wurde.

Die Wiege ist meist sehr schlicht gefertigt. Einige Schnitzer beziehungsweise Auftraggeber haben die Wiege aber zum Kunstobjekt erhoben. Diese Wiegen wurden maßstab- und tischlergerecht gebastelt. Auch das Bettzeug (Polster mit Decke und deren Verschnürung) ist sorgfältig geschnitzt und gefasst.

Manche Wiegen wurden mit einem Muster verziert. Diese filigrane "Bauernmalerei" ist nicht ursprünglich und kam oft erst später, meist in den Achzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, dazu.

Die Wiege wurde meist auf den Rücken der Figur geklebt und ist im Laufe der Jahrzehnte bei fast allen alten Figuren abgebrochen und meist auch abhanden gekommen. Es gibt nur mehr sehr wenige Wiagaltraga mit Wiegen im Originalzustand. Sehr häufig wurden daher die Wiegen erneuert oder aber auch Figuren einfach mittels Wiege als Wiagerltraga adaptiert. Die Wiegen sind im Verhältnis zu den Figuren sehr häufig überdimensional dargestellt.

SONDERPOSTAMT 03.Jän.2020

  PM - "Kriagalmann"    5. Ausgabe

  Auflage 300 Stk, BogenNr: 8131311

2. Auflage (60 Stk,), BogenNr: 8136801

EUR 3,00

Sonderkuvert + Ssp + PM =  EUR: 4,00

Der "Kriagaltraga" (Krügleinträger; Rupert mit dem Milchkrüglein) ist fast in jeder größeren Krippe ein- oder mehrfach zu finden. Er hat aber nicht die Bedeutung wie ein "Vada, lass mi a mitgeh" oder ein "Urbal mit da Leinwand".

Der "Kriagaltraga" trägt einen irdenen Krug alter Form in der Hand und geht damit zum Stall, um den Inhalt dem Kind zu opfern. Bei dieser Krugform ist der Henkel nicht am Bauch befestigt, sondern spannt sich über die Öffnung an der Oberseite des Kruges. Früher war dieser Krug ein sehr verbreitetes Transportgefäß ähnlich einer heutigen "Mülipitschn" (Milchkanne, emailliert oder aus Metall mit Deckel). In diesen Krügen wurden vor allem Schmalz, Butter, Eier, Milch, Honig, Beeren, Marmeladen und dergleichen mehr bevorratet oder transportiert.

Die Krüge der Figuren wurden sehr variantenreich geschnitzt und in den buntesten Farben bemalt. Im Wandel der Zeit sind die Krüge am Griff häufig abgebrochen und verloren gegangen beziehungsweise durch neue oder andere Gaben ersetzt worden.

SONDERPOSTAMT 04.Jän.2019

PM - " Wegmanderl" 4. Ausgabe

Auflage: 300 Stk, BogNr: 8128802

EUR. 3,00

Sonderkuvert + PM + Ssp: AUSVERKAUFT!

 

"Wegmanderl"

Darunter versteht man diverse Figuren ohne eigene Bezeichnung, die nur zur optischen Aufbesserung dienen. Sie haben meistens keine Gaben bei sich. Alte Figuren verkommen manch- mal zu "Wegmandln", weil alle Attribute der Figuren bereits abgebrochen und verlorengegangen sind. Vor allem bei seltsamen Handhaltungen sollte man annehmen, dass die Figuren einmal Stöcke oder Gaben getragen haben, die aber verloren gegangen sind.

SONDERPOSTAMT 05. Jän.2018

PM  "Urbal mit da Leinwand" 3. Ausgabe

Auflage: 300 Stk, BogenNr: 8124845

EUR 3,00

 

Sonderkuvert + PM + Ssp  AUSVERKAUFT!

Der "Urbal mit da Leinwand" (Urban) ist sehr häufig in Krippen zu finden. Der Urbal ist als Hausierer immer in Eile und wird daher meist im Laufschritt dargestellt. Vor lauter Freude und Erwartungsdrang grüßt er schon von weitem die Heilige Familie. Dabei hält er den Hut zum Gruß weit nach oben. Sein halblanger Gehrock weht im Wind.

Der "Urbal mit da Leinwand", oder kurz "Urbal", trägt eine unter den Arm geklemmte Leinenstoffrolle als Opfergabe zum Kind. Dadurch ist diese Hand frei für weitere Gaben. Meistens hält er seinen Hirtenstab in waagrechter Stellung und gleichzeitig mit derselben Hand noch einen oft aus Draht gefertigten Vogelkäfig fest. Im Vogelkäfig sitzt gemäß Hirtenlied ein Fink. Dieser ist ebenfalls ein Geschenk für das Kind.

Vereinzelt gibt es auch Figuren, bei denen der gerollte Leinenstoff über die Schulter geschlagen dargestellt ist und der Hut das Haupt bedeckt. Durch die waagrechte Stellung des Hirtenstabes und den weit nach oben gehaltenen Hut ist diese Figur sehr sperrig und daher anfällig für Beschädigungen. Bei sehr vielen Figuren dieser Art ist der Hut und auch der waagrechte Hirtenstab häufig mitsamt der Hand abgebrochen.

Oft ist auch der Fuß gebrochen, weil aufgrund des Laufschrittes die Figur nur mit einem Bein auf dem Brettchen steht.

Diese Teile werden meist recht und schlecht wieder angeklebt beziehungsweise ergänzt.

Heute sitzt im Vogelkäfig ein Kreuzschnabel, Gimpel, Stieglitz oder Zeisig. Der Vogelkäfig wird manchmal auch auf den waagrechten Hirtenstab gehängt.

SONDERPOSTAMT 05.Jän.2017

PM - "Muada, laß mi a mitgeh´n"  2. Ausgabe, Auflage: 300 Stk, BogenNr: 8121086

EUR  3,00

 

Sonderkuvert +PM+Sst:     AUSVERKAUFT!

        Die "Muatta, lass mi a mitgeh" ist eine der beliebtesten und häufigsten Figuren.

Die Mutter geht zum Stall, um dem göttlichen Kind ein Opfer darzubringen. Dabei wird sie von ihrer Tochter begleitet. Beide sind sehr häufig mit Gaben voll beladen, die sie in den Händen, unter dem Arm oder am Rücken tragen, auf dem Kopf balancieren oder hinter sich herziehen. Die Mutter führt dabei fast immer ihre Tochter, manchmal auch zwei Kinder, an der Hand. Sehr häufig sind sie in einer Alltagstracht dargestellt.

Die Stelle, an der die Mutter ihre Tochter bei der Hand nimmt, ist meistens verklebt und bricht im Laufe der Zeit. An dieser Stelle sind häufig Verleimungsversuche unternommen worden.

SONDERPOSTAMT 05.Jän.2016

PM - "Lampötrager"  1. Ausgabe,

Auflage: 300 Stk, BogenNr: 8113286

2. Auflage: (60 Stk.), BogenNr: 8136800

EUR 3,00

 

Sonderkuvert+PM+Sst: AUSVERKAUFT!

Der "Lampötraga" ist sehr häufig in Salzkammergut Krippen zu finden.

Häufig wird er dargestellt als Hirt, der das Lamm als Opfergabe für das Christkind auf den Schultern zum Stall trägt. Vereinzelt kommen auch Ausführungen vor, in denen er das Lämmchen unter einem Arm geklemmt und in der freien Hand einen Krug Milch, Eier oder seinen Hirtenstab hält.

Manche Schnitzer lassen den Hirten das Lamm mit beiden Armen vor dem Bauch tragen.

Diese Figur ist bildhauerisch bereits einigermaßen anspruchsvoll, sofern sie aus einem Stück korrrekt geschnitzt wird. Falls ein guter Schnitzer das schafft, kann bei diesen Figuren die Opfergabe kaum abbrechen und verlorengehen. Bei sehr alten Figuren fehlen manchmal lediglich die Ohren des Lammes und manchmal fehlt der Schwanz.

Von weniger begabten Schnitzern - oder in so gewünschten Auftragsarbeiten - wird das Lamm zuweilen mit gebundenen Läufen extra geschnitzt. Dieses wird dann auf einen geschulterten Stock gehängt und angeklebt, sodass es über den Rücken kopfüber herabhängt.

Eine weitere Variante besteht darin, das Lamm mit gebundenen Läufen extra zu schnitzen und der Hirt trägt es an den Fußfesseln in der Hand zur Krippe. Das Lamm hängt dabei ebenfalls kopfüber herab.

Manchmal wurde auch irgendeiner Figur, der ihre ursprünglichen Gaben bereits verloren gegangen waren, so ein Lamm einfach umgehängt. Es gibt auch Hirten mit einem Korb auf dem Rücken, die zu Lammträgern umfunktioniert werden, indem ein kleines Schaf, bei dem schon alle Läufe abgebrochen sind, hineingeklebt wird.

Abwandlungen des "Lampötragas" sind Darstellungen, in denen der Hirte das Lamm an einem Strick führt. Das Lamm trottet dabei einige Schritte hinter dem Hirten.

 

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